Pressestimmen zu Marilies Jagsch: Obituary For A Lost Mind
Lasst die Regenwürmer fliegen!
Die 24-jährige Songwriterin Marilies Jagsch gilt neben Kolleginnen wie Clara Luzia oder Mika Vember als vielbeschäftigte Zukunftshoffnung der heimischen Songwriter-Szene. [...]
Mit nur 24 Jahren hat Jagsch heuer auch mit dem Album Obituary For A Lost Mind ein bildstarkes musikalisches Debüt veröffentlicht (Vertrieb: Hoanzl). Dieses braucht internationale Vergleiche nicht zu scheuen. [...]
Und auch Angst Is Not A Weltanschauung, dem aktuellen Album des Wiener Elektronikstars Bernhard Fleischmann, schenkte sie ihre merkwürdig alt und gebrochen wirkende Stimme. Eine Frau mit Zukunft!
Der Standard | Print-Ausgabe | Christian Schachinger | 22.11.2008
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Tragischer Folk mit verstecktem Humor: Marilies Jagsch, neue Stimme aus Oberösterreich.
Der in Zeitgeistcafés plätschernde Sound of Vienna hat ausgedient; die Beliebtheit der elektronischen Wohlfühlklangtapete à la Kruder & Dorfmeister hat in Zeiten abstürzender Börsenkurse ebenfalls eine Baisse erreicht. Was hört man in Momenten des Zitterns, Schlotterns und Nervenreißens? Richtig! Man erinnert sich an ein Genre, das nie mit Trost und Rat gegeizt hat: Es sind die Singer/Songwriter, die zu allen Zeiten Ungemach in Poesie und schönste Melodien verwandelten.
In den USA faszinieren etwa Devendra Banhart und Bonnie Prince Billy: Einzelgänger, die sich bewusst von der verzweifelten Kampfkommerzialität des Musikbusiness fernhalten und darob ein dankbares internationales Publikum finden. So wie die 23-jährige Marilies Jagsch, Österreichs interessanteste Stimme im „Indie“-Sektor, die mit ihrem viel beachteten Debüt „Obituary for a Lost Mind“ für Furore sorgte.
Bleiche Haut, dunkles Haar, veritable Augenringe, ein mysteriöses Muttermal in der Iris: Frauen wie Jagsch werden gerne als „apart“ bezeichnet. Auch ihre Musik ist auf ungewöhnliche Weise ansprechend, lotst durch die Sümpfe emotionaler Ausnahmezustände. Dennoch ist ihrer Musik nichts ferner als die larmoyante Betroffenheit des frühen Austropop. Die kennt sie gar nicht.
Die Presse | Print-Ausgabe, 19.11.2008 | Samir H. Köck
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Schon wieder eine tolle Neuerscheinung aus der lokalen Singer/Songwriterszene: Wie ihre Kollegin Paper Bird ist auch Marilies Jagsch 23 Jahre alt, studiert Theaterwissenschaften und weiß einer akustischen Gitarre brauchbare Töne zu entlocken. Damit sind die Parallelen aber auch schon wieder zu Ende. Die gebürtige Oberösterreicherin Jagsch erweist sich in ihren konventionell, aber sehr stimmig instrumentierten Songs als Trauerweide mit geballter Faust in der Hosentasche; nicht zuletzt durch den markanten Gesang weckt sie bisweilen Erinnerungen an Cat Powers noch spartanische Frühphase.
Falter | Gerhard Stöger | 07/2008 | 13.02.2008
Mir geht´s ja schon verdammt gut. Ohne dass ich mich groß anstrengen müsste, flattert mir eine CD ins Haus, die so schön ist, dass sie mich für den Rest des Jahres mit der Welt versöhnt. Wenn nicht sogar zu einem besseren Menschen macht: Obituary For A Lost Mind von Marilies Jagsch.
Das mag bei einem Titel wie diesem etwas befremdlich klingen, und die Scheibe ist auch ein echtes Schmerzens-Ding, melancholisch, bewölkt bis regnerisch - aber bei aller Brücjigkeit nie ohne Kraft. Und was für eine geniale Stimme!
Kurier | Andreas Russ | Februar 08
Großes Debüt! Zarte Melodien, in denen man sich verlieren möchte, der fragile Opener "Thank You" wird zur Halbzeit zum unwiderstehlichen Folk- Popsong - und auf "Ghosts" & "Beloved Strangers" zeigt Marilies, dass sie auch Druck machen kann.
Kurier | CD-News
Wunderschöner Folk-Rock der düsteren Seite.Für Vergleichs-Fetischisten: PJ Harvey, Bright Eyes, Björk, frühe Alanis. Die Neuentdeckung des Jahres.
Kurier | Kultur-Höhepunkte
Lächelnd durch die Melancholie
Wer hätte das gedacht: Während man sich auch hierzulande mittels TV-Casting-Shows und mit viel Marketingaufwand bemühte, den nächsten Popstar zu finden, und Falcos zehnter Todestag – gepaart mit dem in den Kinos derzeit laufenden Film – wieder Leben in die heimische Popnostalgie-Kiste brachte, hat sich abseits dieses kommerziellen Trubels eine ernstzunehmende Indie-Vokalistinnen-Szene etabliert. Clara Luzia veröffentlichte im vergangen Jahr ihr viel gelobtes zweites Album, "The Long Memory", die musikalisch als Paper Bird operierende Anna Kohlweis bezaubert mit "Cryptozoology", und die Klavier-meets-Elektronik-Stücke von Anja Plaschg alias Soap & Skin lassen auch die Musikpresse im benachbarten Ausland aufhorchen.
Die in Wien lebende, gebürtige Oberösterreicherin Marilies Jagsch schlägt mit ihrem ersten Album, "Obituary For a Lost Mind", nun ebenfalls in die Kerbe "Melodien voller Wehmut". Unaufdringlich schleichen sich die zwölf düsteren Neo-Folk-Seufzer ins Ohr und doch will die 24-Jährige nicht als melancholische Sängerin abgestempelt werden. Als ob sie wüsste, dass es auf Grund der tristen grau-weißen Winterlandschaft am Plattencover und dem Wort "Obituary" (Nachruf) im Albumtitel nicht leicht sein wird, das sich aufdrängende Weltschmerzklischee zu ersticken, erscheint die junge Musikerin zum Interview in roter Jacke und hellem T-Shirt. Einzig ihr blasser Teint und die schwarzen Haare könnten noch den Eindruck erwecken, dass einem eine schwermütige Künstlerin gegenüber sitzt. Gut gelaunt erzählt sie, dass sie mit siebzehn begann, eigene Lieder zu schreiben, weil es ihr gereicht hatte, nur Rezipientin zu sein; berichtet von ihrem Umzug nach Wien vor etwas mehr als vier Jahren und von einem ihrer ersten Soloauftritte in einem Lokal, den sie unangenehm in Erinnerung hat: technische Mängel und lautes Publikum. Ihre Konzerte erlebt sie noch heute als "psychische Herausforderung" .
2005 erfolgten dann gemeinsame Auftritte mit Stefan Stanzel (Sänger der Wiener Band "A life, a song, a cigarette") und Singer/Songwriter-Poet Ernst Molden, der ihrer musikalischen Karriere den entscheidenden Kick gab. Die "Medienmanufaktur", ein in Wien ansässiger Kunst- und Kulturverein, begann sich um ihre Karriere zu kümmern. Und das Wiener Plattenlabel Asinella Records wollte ihr erstes Album herausbringen. "Ich habe mich nie um irgendetwas bemüht. Kein jahrelanges Verschicken von Demoaufnahmen, keine unzähligen selbst organisierten Auftritte" , erzählt Jagsch zurückhaltend, um dann nachzusetzen: "Aber wenn die Sache für mich nicht so einfach gewesen wäre, hätte ich auch nicht gekämpft, daraus mehr machen."
Etwa vier Monate wurde an der Platte gearbeitet, das Schlafzimmer eines befreundeten Musikers in ein Aufnahmestudio umgewandelt. Im November vergangenen Jahres war "Obituary For a Lost Mind" fertig. Im Mittelpunkt steht Jagschs dunkle Stimme. Stilsicher legt sie sich mal flüsternd, dann wieder kräftig, fast schreiend über die zurückhaltende Instrumentierung und erzeugt so eine ungeheure Intensität. Dann und wann heben Slide-Gitarren-Akkorde die Stimmung, wird schüchtern ein Cello eingestreut, flankiert ein Banjo knarzende Elektronik-Beats.
Doch die Stücke wirken nie überladen, kippen auch nicht ins Weinerliche. Und bevor die Melancholie endgültig die Oberhand gewinnt, durchbrechen witzige Textpassagen, wie etwa "Rainworm’s singing a protest song / about being chopped in two" ("Concrete Garden"), die musikalische Tristesse der Songs. "Dass meine Lieder als düster empfunden werden, liegt wohl auch an meiner Stimme" , meint die Studentin der Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Als "die PJ Harvey von hier" wurde Marilies Jagsch in einer Konzertankündigung bezeichnet, mit Beth Orton, Feist und Cat Power verglichen. Darauf angesprochen, lacht die Musikerin, die Howie Gelb von Giant Sand als musikalische Referenz nennt: "Ich sehe das als großes Lob, obwohl ich mich selbst nicht mit ihnen vergleiche. Aber so funktioniert das in der Kritikerwelt." Ob ihr ungewöhnlicher Name sich nicht als Karrierehürde entpuppen könnte: "Mir ist kein guter Name eingefallen, und bei meinem eigenen kann sich keiner beschweren, dass es ein Scheißname ist."
Wiener Zeitung | Judith Regner | 15.02.2008
Wohldosierte Traurigkeit: "obituary for a lost mind"
In den Abgrund blicken, ohne hinabzustürzen: Die an Pathos sparsame musikalische Gratwanderung der Debütantin Marilies Jagsch
Wer 24 Jahre jung ist, ist auf Sinnsuche. Und das ist oft gut so, besonders in Musik gegossen. Die Weisheit (wer das so nennen will), dass es diesen Sinn womöglich gar nicht gibt, kommt erst mit den Jahren, vielleicht aber auch nie. Und auch das ist gut so – vor allem in der Kunst. Musikalisch scheint die Zeit jedenfalls wieder reif für Produktionen, wie Marilies Jagschs obituary for a lost mind: Fragil und doch ein bisschen geschraubt, düster, aber nicht ganz ohne Lichtblick. Die geborene Riederin und Studentin der Theaterwissenschaft übt sich in der Kunst des "in den Abgrund Blickens ohne hinabzustürzen" ganz virtuos.
Die Sinnsuche ist in der Musik wieder angesagt und wo – wenn nicht im Folk – ist sie gut aufgehoben. Von der Folkwelle getragen lässt sich so einiges neu erzählen, ohne in den Verdacht des Plagiats zu kommen. Hübsch gewobene Klanggespinste trägt Marilies Jagsch da vor mit sanfter, bisweilen ins Brüchige abgleitender Stimme, ganz wie es dem Stoff, aus dem ihre Lieder sind, geziemt. Thank you tränkt den grauschwarzen Nachmittag mit Melancholie. Mit zwischendurch engelsgleicher Stimme hingepinselte Impressionen flimmern in Ghosts. PJ Harvey lässt grüßen, manchmal kommt man auch in Versuchung an die Stimme der traurigen Patty Smith zu denken.
Protest vom Wurm
Mit dem grau-schwarz-weißen Cover mit melancholischem Motiv und dem Titel Obituary ("Nachruf") drängt sich das "Weltschmerzklischee" schnell auf. Auch weil Marilies Jagsch optisch selbigem zumindest nicht entgegen wirkt. Gott sei Dank gibt es da Textstellen wie Rainworm’s singing a protest song/about being chopped in two aus Concrete Garden, die sich zwischen Klischee und Realität drängen. Das beste aber ist, dass man der Sängerin glaubt, dass sie fühlt was sie singt. Was können Künstler mehr wollen. Auch gut, dass ihr Kosmos sich nicht nur auf schwarz-weiß beschränkt, sondern dazwischen viel grau Raum greift. Je öfter man zuhört, um so mehr grau verdrängt schwarz-weiß. Sollte man die Musik in Bilder übersetzen, so tauchen Winterauen auf, nebelig verhangene Wälder und einsame Landstriche. Das Debütalbum der Musikerin (Asinella Records) ist für ein Erstlingswerk recht gelungen. Wohldosierte Traurigkeit für die mit Pathos sparsam umgehende Jugend, für ein bisschen Theater, nur soviel, dass man sich den Spaß nicht verdirbt. Eine musikalische Predigerin mit viel Inbrunst und das ganz in jugendlichem Überschwang, puristisch instrumentiert von bekannten Gesichtern.
Musikalische Miniaturen
Unter der Leitung vom Münchner Produzenten Kalle Laar klingen die Beats von B. Fleischmann (Concrete Garden), in die Tasten greifen Clara Luzia-Sideman und Producer Alexander Nefzger. Zu "Wort" kommen außerdem die Gitarre von Ernst Molden (Ghosts) und Konstantin Jagsch am Bass und die halben A Life, A Song, A Cigarette drechseln Orchesterminiaturen (Stephan Stanzel voc & slide guit, Daniel Grailach drums, Lukas Lauermann cello). Auch ein Banjo (Christina Hubauer) und das Vibraphon von Gernot Scheithauer (Liger) mischen.
Alle zusammen lassen viel Raum für die Protagonistin – "und den nimmt Marilies Jagsch mit großem Atmen und enormer Kraft" heißt es im Promotion-Text. Und das kann man durchaus so stehen lassen.
mareb | 03.02.08 | Lieblingsplatte der Redaktion
Fulminantes Debüt
Die junge Singer/Songwriterin Marilies Jagsch besticht mit einem Debütalbum von erhabener Schönheit. Musikalisch unterstützt von der heimischen Indie-Speerspitze geht es auf internationalem Niveau schattseitig zur Sache.
Der Albumtitel verrät bereits Einiges: „Obituary for a lost mind“ – „Nachruf auf eine verlorene Seele“ nennt sich der dieser Tage erscheinende Tonträger (Asinella Records/Hoanzl) der gebürtigen Oberösterreicherin aus Ried. Angesichts der darauf gebannten geballten Traurigkeit muss man sich aber trotzdem keine Sorgen um die Dreiundzwanzigjährige machen. Auch wenn traurig keinesfalls das neue lustig ist: „Das Album enthält schon düstere Lieder. Aber mit vielen positiven Elementen. Es geht um Widersprüche. Es herrscht eine gewisse Traurigkeit mit vielen Hoffnungselementen“, so Marilies Jagsch, die es vor wenigen Jahren zwecks Studium der Theaterwissenschaften nach Wien verschlug (Diplomarbeitsthema: „Darstellung von psychischen Vorgängen im Film“). Vergleiche mit der britischen Pop-Tragödin PJ Harvey wurden von der Fachpresse ebenso schon gezogen wie mit Patti Smith oder einer musikalisch reduzierten Tori Amos. Wobei Marilies Jagsch auf ihrem Debütalbum nicht nur durch ausgefeiltes Songwriting und einer in dieser Intensität hierzulande kaum gehörten Stimme besticht. Auch das Umfeld, in dem die Platte entstand, zeugt davon, dass hier mit Substanz gearbeitet wird: Der Münchner „Klangkünstler“ Kalle Laar produzierte, Elektroniker B. Fleischmann steuerte Beats bei und weil der Liebe wegen Verbindungen zu den famosen Americana-Österreichern „A life a song a cigarette“ bestehen, sorgen diese ebenso für musikalische Feinsinnigkeit. Dass die Sache mit der Traurigkeit aber im subjektiven Ermessen liegt, weiss Jagsch genau: „Für viele ist Nick Drake der Inbegriff der Traurigkeit. Für mich ist das Musik, die ich höre, wenns mir nicht gut geht. Weil sie aufbauend ist“.
CITY | Feb 08
SING, STIMME
Musikarbeiter unterwegs – mit Marilies Jagsch an die Grenzen des Songwriterei
Nach Clara Luzia und Mika Vember eine dritte bemerkenswerte Musikerin auf Asinella Records: Marilies Jagsch. Ihr fast kammermusikalischer Entwurf sticht aus dem Singer/Songwriter-Einerlei heraus.
[...] „I mog den Begriff ned, weil er ist so eindimensional, man ist so abgestempelt“, sagt Marilies Jagsch auf die Frage, ob und wie sie sich im Singer/Songwriter-Kontext sieht. Die 23-jährige Studentin der Theaterwissenschaft, in Linz geboren, in Ried im Innkreis aufgewachsen und seit 4 ½ Jahren in Wien nennt nach einigem Zögern Howe Gelb von Giant Sand als musikalische Referenz. Überraschend, wenn man die 12 Songs ihres Albums „Obituary For A Lost Mind“ hört. Eine sparsame, dem oberflächlichen Hörer reizarme, aber nicht reizlose Musik, mit ebensolchen Lyrics. Oft große und insgesamt wenige Worte. Bedrücktere Befindlichkeiten galore. Funksprüche von innen. Here comes the ernste junge Frau. Die Songs getragen von der Stimme, auf diese Stimme zugespielt. Uneasy Listening, das einen schon auch auf die Nerven gehen kann, wenn man nicht wirklich zuhören will.
Mit dem grau-schwarz-weißen Erscheinungsbild der CD und mit dem Titel – „Obituary“ heißt „Nachruf“ – liegen einem Begriffe wie „Gothic-Folk“ oder „Doom-Songs“ auf der Fingerspitze.
Aber selbst wenn Marilies optisch solchen Klischees noch in etwa entspricht (und wie viel schwarz hat man selbst im Kleiderschrank?), unser Gespräch macht schnell klar, dass diese Songs nicht das vertonte Tagebuch eines leidenden jungen Menschen und seines Weltschmerzes sind. Wohl sind ihr die Bilder, Befindlichkeiten und „Geschichten“ ihrer Songs nahe, „aber das sind nicht meine innersten Gefühle“. „Der Titel kommt daher, dass ich das Schreiben der Lieder nicht als „Verstandsding“ erfahre.“ So wie die anfangs konturlosen Stücke beim wiederholten Hören an Charakter gewinnen, immer mehr individuelle Unterschiede aus dem Grundsound hervortreten, macht sich neben der meisterlichen Art, wie mit wenig Elementen Dynamik und Spannung erzeugt wird, manchmal ein subtiler, gerade in diesem Setting sehr wirkungsvoller Humor bemerkbar. „Rainworm’s singing a protest song/about being chopped in two“, heißt es in „Concrete Garden“.
Unser Gespräch findet kurz nach einem Abend mit der Schriftstellerin Julie Zeh statt, das Marilies mit einem Konzert – Livesppielen erlebt sie als durchaus anstrengend – eröffnete. „Als ich die E-Gitarre genommen habe, hat sich eine Frau in der ersten Reihe die Ohre zugehalten.“ So mussten der Dame natürlich die vielen Feinheiten der Musik von Marilies Jagsch entgehen, die auf CD mit Musikern von A Life A Song A Cigarette und Gästen wie Bernhard Fleischmann oder Ernst Molden mit Produzent Kalle Laar in großer Klarheit umgesetzt wurden. Nach ersten Erfahrungen in einer Grunge-Band hat Marilies Jagsch für das Schreiben ihres ersten eigenen Songs fast ein Jahr gebraucht. Ein Glück, dass das mittlerweile schneller geht.
Rainer Krispel | Augustin | 01/08 | ganzer Artikel
Dunkle Bilder von spröder Schönheit zeichnet Marilies Jagsch in den Songs ihres Debütalbums „Obituary for a Lost Mind“. Zu großen Teilen nur von ihren Gitarrenklängen und ihrer außergewöhnlichen Stimme getragen entfaltet dieses eine eindringliche Wirkung.
TBA | Download CD #5
franzjoseph - 21. Okt, 00:19














