Ernst Molden über A Life A Song A Cigarette
Komischer Bandname , nicht wahr? Und doch: eine Einladung. Leben, Lied und Tschik, versehen mit unbestimmten Artikeln, festgelegt einzig in ihrer Zusammensetzung, ergeben eine Stimmung, an die man nur zu gern andockt, ich jedenfalls.
Die Menschen in dieser Band machen Musik, wie man sie sonst schwer findet. bei uns überhaupt nicht, woanders weiß ich nicht. Ja, natürlich Country/Americana-Substrate sind darin gelöst, eine gewisse Indie- Grundhaltung ist nicht zu überhören, und wer Affinitäten zum fragilen Imperium des Conor Oberst auszumachen vermeint, ist auch kei Trottel.
Trotzdem: wo dieses Gemenge anderswo auch zur Alternative-Meterware gerinnen könnte, stellt die Band des Wiener Songwriters Stephan Stanzel etwas überaus Besonderes und Kostbares dar. Und das liegt an jener Zutat, die da außerdem noch mitschwingt, dieses durch und durch wienerische "G´schupfte" im Artmannschen Sinn, die lächelnde Tollkühnheit des Dichters, der an den Bluthunden vorbei zu seiner Liebsten will und kommt.
Eine solche Haltung gestattet keine Schwere und ist doch voller Gewicht. Sie steckt in den Songs dieser in wechselnder Besetzung und mitunter recht vielköpfig auftretenden Combo, und sie trägt die bezaubernde Performance durch die Nacht.
Sie heiraten? Buchen Sie diese Band!
Sie sterben? Holen Sie diese Musiker an Ihr Grab!
Sie tun grad keines von beiden? Geben Sie trotzdem keine Ruhe, bis die Songs von A LIFE, A SONG, A CIGARETTE in der Jukebox ihres Vertrauens stecken.
Ernst Molden, 2005

Die Menschen in dieser Band machen Musik, wie man sie sonst schwer findet. bei uns überhaupt nicht, woanders weiß ich nicht. Ja, natürlich Country/Americana-Substrate sind darin gelöst, eine gewisse Indie- Grundhaltung ist nicht zu überhören, und wer Affinitäten zum fragilen Imperium des Conor Oberst auszumachen vermeint, ist auch kei Trottel.
Trotzdem: wo dieses Gemenge anderswo auch zur Alternative-Meterware gerinnen könnte, stellt die Band des Wiener Songwriters Stephan Stanzel etwas überaus Besonderes und Kostbares dar. Und das liegt an jener Zutat, die da außerdem noch mitschwingt, dieses durch und durch wienerische "G´schupfte" im Artmannschen Sinn, die lächelnde Tollkühnheit des Dichters, der an den Bluthunden vorbei zu seiner Liebsten will und kommt.
Eine solche Haltung gestattet keine Schwere und ist doch voller Gewicht. Sie steckt in den Songs dieser in wechselnder Besetzung und mitunter recht vielköpfig auftretenden Combo, und sie trägt die bezaubernde Performance durch die Nacht.
Sie heiraten? Buchen Sie diese Band!
Sie sterben? Holen Sie diese Musiker an Ihr Grab!
Sie tun grad keines von beiden? Geben Sie trotzdem keine Ruhe, bis die Songs von A LIFE, A SONG, A CIGARETTE in der Jukebox ihres Vertrauens stecken.
Ernst Molden, 2005
franzjoseph - 31. Okt, 00:42














